Azubis gesucht? – Tipps für erfolgreiches Ausbildungsmarketing

Warum ist gutes Ausbildungsmarketing gerade jetzt so wichtig?

Der Ausbildungsstart steht vor der Tür, aber es sind kaum Ausbildungsverträge unterschrieben. Immer weniger junge Menschen entscheiden sich für eine klassische Ausbildung im Handwerk. Und viele Handwerksbetriebe verzeichnen rückläufige Bewerberzahlen für ihre Ausbildungsplätze. Wie können Betriebe diesem Trend entgegensteuern und sich bei den Jugendlichen als attraktiver Arbeitgeber positionieren?

Gut ausgebildete Fachkräfte sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Erreichung von betrieblichen Zielen. Sie sichern ebenso Deutschlands wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt. Der Grundstein dafür wird in einer soliden Ausbildung gelegt. Doch die duale Berufsausbildung kränkelt. Einerseits sind aufgrund der demografischen Entwicklung immer weniger Jugendliche vorhanden, die eine Ausbildung aufnehmen können. Andererseits ist für viele Jugendliche ein Studium die erste Wahl für den Berufsstart.

Der Wettbewerb um Auszubildende wird schärfer. Betriebe müssen aktiver um Jugendliche  werben, damit sie ihren Bedarf an zukünftigen Fachkräften sichern können. An Ausbildungsmarketing führt für viele Unternehmen kein Weg mehr vorbei. Dabei geht

Ausbildungsmarketing über konventionelle Suchmethoden wie Stellenanzeigen und Einträge in die IHK-Lehrstellenbörse hinaus. Es umfasst alle Mittel, mit denen sich Betriebe als attraktiver Ausbildungsbetrieb präsentieren können. Dazu muss sich ein Betrieb zunächst damit auseinandersetzen, was sie für die Zielgruppe attraktiv macht.

Immer mehr Betriebe setzen auf originelle Ideen und Authentizität, um Jugendliche für sich zu gewinnen. Wir stellen Ihnen einige Praxisbeispiele vor, mit denen sich Betriebe bei Jugendlichen als attraktiver Ausbildungsbetrieb bewerben.

Lokale Präsenz

Erhöhen Sie Ihre lokale Präsenz. Vor allem kleinere Betriebe sollten an lokalen Events oder Messen teilzunehmen und in lokalen Medien präsent sein. So erhöhen Sie den Bekanntheitsgrad Ihres Betriebes an den strategisch wichtigen Punkten: im lokalen und regionalen Bereich.
Vor allem die Präsenz in Schulen macht beim Anwerben von neuen Auszubildenden absolut Sinn. Schulen sind der Ort, an dem der Großteil der Jugendlichen erreicht werden kann. Am besten arbeiten Sie mit Schulen zusammen und halten in Klassen kurze Vorstellungsvorträge, um Werbung für Praktika zu machen. Mit einem Praktikum erhalten die Schüler einen guten und vor allem realistischen Einblick in Ihren Betrieb und Sie können sich frühzeitig Talente sichern.

Azubi Portale

Stellenanzeigen spielen auch eine sehr wichtige Rolle beim Thema Azubimarketing. Weil man mit ihnen in sehr kurzer Zeit eine große Reichweite erzielen kann – wenn man diese auf den richtigen Kanälen schaltet. 90 % der Azubis bewerben sich noch immer über die klassische Stellenanzeige. Relevante Kanäle für Azubis sind dabei: Azubister, TalentHero, Stepstone, Monster, Rekruter oder Gigajob.

Auch Facebook-Anzeigen eignen sich für die Azubisuche, da man dort zielgenau auswählen kann, für wen die Anzeige sichtbar ist: Beispielsweise welche Interessen, Alter, Wohnort und Hobbys der Bewerber haben soll, um wirklich nur Geld für die Kandidaten auszugeben, die auch Interesse an einer Ausbildung in Ihrem Betrieb haben.

Social-Media-Marketing

Nutzen Sie Social-Media-Kanäle als Kommunikationsplattform. Es ist unumstritten, dass soziale Plattformen wie Facebook, Instagram usw. der Ort sind, um Jugendliche im Alter von 15-20 Jahren zu erreichen. Also genau die Altersgruppe, die Sie als zukünftige Azubis suchen und die Sie dort mit Informationen rund um Ihr Ausbildungsangebot, duale Studiengänge und Ihren Betrieb versorgen können.

Versetzen Sie sich in Ihre Zielgruppe, posten sie interessanten Content, der auch gerne in lustiger Form gehalten werden kann, z.B. GIFs. Social Media eignet sich auch optimal, um Ihre Stellenanzeigen zu teilen und durch Likes, Retweets und Shares verdoppelt sich Ihre Reichweite in nur wenigen Stunden. 

Auch Azubi-Blogs sind eine neue, überzeugende Art für Einsicht in Ihren Betrieb zu sorgen. Dort können Ihre jetzigen Azubis Artikel über Ihren Berufsalltag, Ihre täglichen Aufgaben und Erlebnisse schreiben. Sie geben dadurch einen spannenden und vor allem persönlichen Einblick in die Arbeitswelt Ihres Unternehmens, ganz ohne starre Werbezeilen. Im Blog können außerdem interessante Projekte und Events vorgestellt werden.

Erfolgskontrolle

Natürlich dürfen sie nicht vergessen die getätigten Maßnahmen zu evaluieren, um Ihr Azubimarketing für die Zukunft zu optimieren. Durch die Erfolgskontrolle finden Sie heraus, welche Azubimarketing Maßnahmen am effektivsten waren und welche noch ausgebaut werden müssen. Gute Kennzahlen dafür sind zum Beispiel die Zahl der Bewerbungen auf die ausgeschriebene Stelle, Zahl der Initiativbewerbungen pro Jahr, Zahl der Ausbildungsplätze die unbesetzt blieben, im Verhältnis zum Werbebudget in dem Jahr.